Viele Berufseinsteiger erhalten ihr erstes Gehalt und stellen überrascht fest: Der Betrag auf dem Konto ist deutlich niedriger als das vereinbarte Gehalt im Arbeitsvertrag.
Der Grund liegt im Unterschied zwischen dem Bruttolohn und Nettolohn.
Kurz gesagt:
Bruttolohn ist Ihr Gehalt vor Abzügen – Nettolohn ist der Betrag, der tatsächlich auf Ihrem Konto landet.
Dieser RWS-Blog-Beitrag erklärt, wie sich Ihr Gehalt zusammensetzt und wie Sie Ihre Gehaltsabrechnung richtig verstehen.
Das Bruttogehalt ist das Einkommen, das Ihr Arbeitgeber mit Ihnen vertraglich vereinbart.
Es ist der Betrag vor Steuern und Sozialabgaben.
Typische Bestandteile können sein:
Das Bruttogehalt bildet die Grundlage für die Berechnung aller Abzüge.
Das Nettogehalt ist der Betrag, der nach allen gesetzlichen Abzügen übrig bleibt.
Dieser Betrag wird am Monatsende auf Ihr Konto überwiesen.
Die Differenz zwischen Brutto und Netto entsteht hauptsächlich durch:
Wie groß dieser Unterschied ist, hängt unter anderem ab von:
In Deutschland werden verschiedene Beiträge direkt vom Gehalt abgezogen.
Steuern
Zu den wichtigsten Steuern gehören:
Sozialversicherungen
Zusätzlich zahlen Arbeitnehmer Beiträge zu den gesetzlichen Sozialversicherungen:
Wichtig zu wissen:
Ihr Arbeitgeber beteiligt sich ebenfalls an diesen Beiträgen und zahlt etwa die Hälfte der Sozialabgaben zusätzlich.
Ein vereinfachtes Beispiel zeigt den Unterschied:
Position | Betrag |
Bruttogehalt | 3.000 € |
Steuern | −350 € |
Rentenversicherung | −279 € |
Krankenversicherung | −240 € |
Pflegeversicherung | −50 € |
Arbeitslosenversicherung | −36 € |
Nettoauszahlung | ca. 2.045 € |
Dieses Beispiel zeigt: Ein Teil des Gehalts fließt in soziale Sicherungssysteme und Steuern.
Eine Gehaltsabrechnung wirkt auf den ersten Blick oft kompliziert. In der Regel besteht sie jedoch aus vier zentralen Bereichen.
Hier finden Sie:
Diese Angaben bestimmen, wie Ihre Abgaben berechnet werden.
Dieser Bereich zeigt Ihr gesamtes Einkommen vor Abzügen.
Dieser Bereich zeigt Ihr gesamtes Einkommen vor Abzügen.
Dieser Bereich zeigt Ihr gesamtes Einkommen vor Abzügen.
Das Verständnis von Brutto und Netto hilft Ihnen, Ihre Finanzen realistisch zu planen.
Denn nur das Nettoeinkommen steht tatsächlich für Ihren Alltag zur Verfügung.
Wer sein Nettogehalt kennt, kann:
Der Unterschied zwischen Brutto und Netto erklärt, warum das tatsächliche Einkommen oft deutlich niedriger ausfällt als das Gehalt im Arbeitsvertrag.
Brutto beschreibt das vereinbarte Gehalt – Netto das tatsächlich verfügbare Einkommen.
Wer seine Gehaltsabrechnung versteht, schafft eine wichtige Grundlage für:
Der Unterschied entsteht durch Steuern und Sozialversicherungsbeiträge. Diese finanzieren unter anderem die Rentenversicherung, Krankenversicherung und Arbeitslosenversicherung.
Das Nettogehalt hängt unter anderem von Steuerklasse, Familienstand und Zusatzleistungen des Arbeitgebers ab. Eine individuelle Beratung kann helfen, mögliche Optimierungen zu prüfen.
Die Abrechnung listet alle Einkommensbestandteile sowie gesetzliche Abzüge transparent auf. So können Arbeitnehmer nachvollziehen, wie sich ihr Nettogehalt zusammensetzt.
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